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Pferdestall und Wagenremise (22)

Pferdestall und Wagenremise (22)

Münchendorfer Straße 5, ehemalige Hofgebäude

Diese beiden lang gestreckten Gebäude wurden nach den Entwürfen des Architekten Johann Ferdinand von Hohenberg um 1800 errichtet. Das Gebäude der Pferdestallungen (heute Union Reitclub Laxenburg) steht in
Korrespondenz mit jenem der Wagenremisen (heute Werkstätten der Schloss Laxenburg Betriebsgesellschaft). Trotz der profanen Nutzung handelt es sich um zwei außergewöhnliche Objekte des Hof-Wirtschaftskomplexes, die in Perfektion dem barocken Gestaltungsprinzip entsprechen. 

Ursprünglich standen die beiden Gebäude auf einem zusammengehörigen Grundstück, da das dazwischen liegende Areal für den Betrieb notwendig war. Erst um 1920 wurde die neue Trasse des Straßenzuges
Laxenburg-Münchendorf mitten durchgelegt, da der Durchzugsverkehr Priorität hatte. Von 1915 bis 1920 war das Lippizaner-Gestüt aufgrund der Kriegsereignisse vom Karst nach Laxenburg verlegt worden und war in den Hofstallungen und zusätzlichen Baracken im Park untergebracht. 1929 vermietete der Kriegsgeschädigtenfonds einen Teil dieser Hofstallungen und die Wiesen hinter dem Alten Schloss an die Reitschule der Theresianischen
Akademie, zur Führung ihres Sommerreitschulbetriebes unter dem Firmenwortlaut „Reitetablissement Schloss Laxenburg“. Trotz der Wirtschaftskrise stieg die Auslastung des Reitschulbetriebes in Laxenburg enorm. 1938 wurden die Stallungen durch die militärische Einquartierung vollkommen entwertet und ein Großteil der Pferde ohne Ersatz requiriert. In den 50er Jahren erfolgte die Gründung des Union Reitclub Laxenburg, der bis dato aktiv die Objekte nutzt.

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