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Laxenburg stellt sich vor


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Statistische Daten:

Postleitzahl: 2361
Gemeindekennziffer: 31715

Größe: 10,59 km²
Seehöhe: 177 m

Einwohner: ca. 2850 Hauptwohnsitzer und ca. 450 Zweitwohnsitzer
Gebäude: ca. 778

zugehörig zu:
Verwaltungsbezirk Mödling (insgesamt 20 Gemeinden mit ca. 14.825 Einwohner(Stand 1.1.2013))
Gerichtsbezirk Mödling
Finanzamt Mödling
Standesamtverband Mödling


 

Historischer Abriß


Aufgrund der Nähe zur Residenzstadt Wien und der Lage in den wildreichen Schwechat-Auen wurde Laxenburg im 14. Jh. mit der dritten Generation der Habsburger in Österreich landesfürstlicher Besitz und später alljährlich aufgesuchte Frühjahrsresidenz.
Erste Nennungen aus dem frühen 13. Jh. beziehen sich auf ein Ministerialengeschlecht von Lachsendorf. Große Bedeutung gewann der Ort, als Herzog Albrecht III. das vorhandene kleine Schloss in großem Maßstab ausbauen ließ.

Die Bzeichnung als "Laxenburg" erhielt im 14. Jahrhundert die durch die Verbauung des Dorfangers entstandene Häusergruppe - das Grätzel. Es wurde 1388 zum Markt erhoben und erhielt den Namen Laxenburg. Erst nach und nach setzt sich eine gemeinsame Bezeichnung für Burg und Ort durch.

Die Geschichte Laxenburgs in den folgenden Jahrhunderten spiegelt die Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Linien der Habsburger wider; die Burg wurde von wechselnden Soldatentruppen verteidigt, umkämpft, erobert und geplündert. Besonders heftig waren diese Kämpfe im Jahre 1461 sowie während der beiden Türkenbelagerungen von 1529 und 1683.
Bedingt durch die Aufenthalte des Hofes wurden in Laxenburg auch viele bedeutende politische Entscheidungen gefällt. So wird z. B. die Vereinbarung zwischen dem Kaiser und einigen Reichsfürsten 1682 als "Laxenburger Allianz" bezeichnet.
Nach den Zerstörungen von 1683 begann in Laxenburg eine rege Bautätigkeit am Schloß, an der Kirche, an den Bauern- und Bürgerhäusern und an den vielen Adelspalais, die es in Laxenburg gab, weil der Hofadel in der Nähe des Kaisers eigene Wohnmöglichkeiten haben wollte. Diese Bautätigkeit verstärkte sich im 18. Jh., da sowohl unter Kaiser Karl VI. als auch unter Maria Theresia die Vorliebe des Hofes für Laxenburg weiter anhielt.
Zwischen 1753 und 1770 wurde das topographische Bild des Ortes entscheidend verändert. Bis dahin existierte noch der große linsenförmige Dorfanger der Kolonisationsperiode, der im Spätmittelalter durch ein Grätzel verbaut worden war; die von Wien kommenden Hofwägen mußten zum Schloß einen Umweg um diesen geschlossenen Baublock machen. Darum begann man damals einige Bauernhäuser aufzukaufen, um eine gerade Zufahrt - die Hofstraße - anzulegen. Andere Häuser wurden zur Errichtung des Neuen Schlosses und der Verbindungsbauten zum Alten Schloß aufgekauft.
Gleichzeitig mit diesen Veränderungen im Ortsbild wurde auch das Parkareal immer weiter vergrößert, bis im frühen 19. Jh. der große Landschaftsgarten mit künstlichem Teich, Burg und anderen romantischen Bauten entstand. Hauptsächlich diesem Naturpark verdankt Laxenburg seine Beliebtheit und seinen Bekanntheitsgrad in der Gegenwart.

Zeittafel


1217, 1231, 1232, 1240
erste sichere schriftliche Nennungen

1380 - 1395
Ausbau des Alten Schloss unter Herzog Albrecht III.

12. April 1388
Marktrechtsverleihung

1485
Laxenburg fällt in die Hände der Ungarn (Matthias Corvinus). Aber schon 1491 werden sie wieder vertrieben.

1529 u. 1683
Zerstörungen während der beiden Türkenbelagerungen

31.5.1699
Einweihung der Pfarrkirche Laxenburg

1713
Heimsuchung durch die Pest (33 Tote)

1725
In Laxenburg wird Geschichte geschrieben. Karl VI sichert mit der Unterzeichung der "Pragmatischen Sanktion" den Thron für seine Tochter Maria Theresia.

1766
Maria Theresia erhebt den umgestalteten "Blauen Hof" zum Residenzschloss und nimmt wesentlichen Einfluss auf die Gartengestaltung.

1798
Franz I. läßt auf der künstlichen Insel im großen Teich die Franzensburg errichten, die ursprünglich die bescheidene Bezeichnung "Gartenhaus in Gestalt einer gotischen Burgveste" erhielt.

1801
Abschluss der Bauarbeiten der Franzensburg mit der Weihe der Kapelle.

1836
Fertigstellung der Ausstattung der Franzensburg.

1842 - 1850
Bau der Flügelbahn Mödlling-Laxenburg und des Kaiserbahnhofs ein wenig später, in etwas um 1860

24. Juni 1849
Martin Ebner wird zum Ersten Bürgermeister von Laxenburg gewählt

1917
Karl I., der letzte Kaiser von Österreich, trifft in Laxenburg die Prinzen von Bourbon-Parma, die Brüder seiner Frau Zita. Der erfolglose Versuch, den Ersten Weltkrieg zu beenden, löst die "Sixtus-Affäre" aus.

1919
Übernahme der Schlossanlage durch den Kriegsgeschädigtenfonds unter gleichzeitiger grundbücherlicher Übertragung des Eigentums des Hauses Habsburg-Lothringen an die Republik Österreich. Seit diesem Zeitpunkt ist die Stadt Wien Grundeigentümer des Parkareals von Laxenburg. Die Anlagen verfallen.

1939-1944
Errichtung der Flugmotorenfabrik "Ostmark-Werke" auf dem Gebiet des späteren IZ-NÖ-Süd

1945
Nach dem Abzug deutscher Panzertruppen, die in Laxenburg stationiert waren, besetzt die Rote Armee die Anlagen.

1. September 1954
Laxenburg wird wieder selbstständige Gemeinde

1955
Die Rote Armee zieht ab und hinterläßt die Anlagen in einem desolaten Zustand. Laxenburg wird zunächst vom "Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien" übernommen.

1962
Gründung der Schloß Laxenburg Betriebsgesellschaft mit dem Unternehmensziel, "das Laxenburger Schlossareal (Gebäude und Parkanlagen) vor dem weiteren Verfall zu retten und die Anlagen entsprechend ihrer kulturellen und historischen Bedeutung instand zu setzen sowie ein Erholungsgebiet für die Allgemeinheit zu schaffen".

1972 bis 1980
Gründung des Industriezentrum NÖ Süd
IIASA (Internationales Institut für angewandte Systemanalyse) wird gegründet und zugleich Laxenburg als Sitz bestimmt.
Restaurierung der zentralen Anlage des Schlosskomplexes, des "Blauen Hofes" (Gesamtkosten 188,5 Mio ÖS).