Zur Desktop-Version

Um Ihnen eine optimale Nutzererfahrung zu bieten, verwendet diese Website Cookies. Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. X
Zur Startseite von www.laxenburg.at
Menü ein- und ausblenden
Zur Startseite von www.laxenburg.at

Baumschnitt entlang der Aspangbahn


Die Marktgemeinde Laxenburg wurde im Frühjahr 2017 informiert, dass seitens den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen gemäß dem Eisenbahngesetz die ÖBB verpflichtet ist, die Gleisanlagen laufend zu überprüfen und den Mindestsichtbereich von 3m links und rechts der Gleise so zu schützen und freizuhalten, dass keine Sichteinschränkung gegeben ist und auch keine Bäume in den Trassenbereich stürzen können. Die Überprüfung der Grünbereiche erfolgt durch von der ÖBB beauftragte – unabhängige – Gutachter, die danach die notwendigen Maßnahmen festlegen. Auf diese Ergebnisse wird das Arbeitsprogramm der ÖBB für die jeweiligen Trassen abgestimmt. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Marktgemeinde Laxenburg noch kein konkreter Zeitpunkt der Arbeiten in Aussicht gestellt.

Vor wenigen Tagen wurde unsere Gemeinde nun kurzfristig von den ÖBB über diese Maßnahmen informiert, die laut Information der ÖBB als unbedingt erforderliche Sicherheitsmaßnahme zu sehen ist. Im konkreten Fall seien die Sichtverhältnisse im Bereich des Bahnüberganges bereits kritisch, daher mussten die jetzt durchgeführten Maßnahmen angeordnet werden und können nicht erst in den Herbst/Wintermonaten erfolgen. Die die Baumschnittarbeiten durchführende Firma ist seitens den ÖBB angewiesen, das Strauch- und Buschwerk im unteren Bereich der Böschung bzw. am Böschungsfuß soweit technisch möglich stehen zu lassen, die Zufahrtsnotwendigkeiten für den Bagger müssen natürlich eingeräumt werden. 

Nach dem Bekanntwerden der Arbeiten Ende der vergangenen Woche hat unser Bürgermeister noch am Freitag mit dem Baggerfahrer Kontakt aufgenommen, die Arbeiten auf den unmittelbaren Böschungsbereich reduzieren lassen und für Montag, 26. Juni morgens eine gemeinsame Begehung von unserem Wirtschaftshofleiter, dem Bauamt und der durchführenden Firma veranlasst. Dabei wurden auch jene Zonen abgesteckt, bis zu denen die ÖBB ihre „Notwendigkeiten“ einfordern kann (jedenfalls von 3m links und rechts der Gleise bis hin zum Bruchwinkel beim etwaigen Umfallen der Bäume – also ca. 10 m) und wo die Mitsprache der Gemeinde beginnt.
Damit wurde dezidiert sichergestellt, dass seitens ÖBB durch die durchführende Firma ausschließlich die im gesetzlichen Rahmen erforderlichen Maßnahmen gesetzt werden dürfen und jegliche darüber hinausgehende Aktion nur durch die Marktgemeinde Laxenburg gesetzt werden darf. Auch dann, wenn seitens der ÖBB angeführt wird, dass Bäume starke Schäden aufweisen bzw. bruchgefährdet sind. 

D.h., dass jeder einzelne Baum entlang der Aspangbahn, der auf Gemeindegrund steht, vor einer etwaigen Maßnahme durch einen von der Gemeinde beauftragten Sachverständigen in den nächsten Tagen geprüft wird. Entsprechend des Ergebnisses des Gutachtens wird dann die Entscheidung zur weiteren Vorgehensweise – Pflegeschnitt bzw. ggf. Fällung – im Einzelfall entschieden werden.

Natürlich muss die Sicherheit des Personen- und Güterbahnverkehrs, aber auch die Sicherheit der Menschen, die unmittelbar an Bahnanlagen angrenzende Geh- und Fahrwege benützen, als – nachvollziehbarer Weise – oberstes Gebot für die Österreichischen Bundesbahnen und die Gemeinden, in deren Gemeindegebiet sich diese Bahnanlagen befinden, gelten. Die Verantwortlichen in der Marktgemeinde Laxenburg sind jedoch auch diesmal im Verständnis der Fauna und Flora aktiv und es soll festgehalten werden, dass ähnlich den Vorgehensweisen in der Vergangenheit natürlich auch diesmal nach dem Abschluss der Baumschnittarbeiten eine entsprechende Nachpflanzung bzw. Aufforstung erfolgen wird. 

In Laxenburg gibt es seit jeher die ungeschriebene Regel, dass für jeden fallenden Baum mindestens ein entsprechender Jungbaum nachgesetzt wird. Unsere Bevölkerung hat das bei allen Projekten der Vergangenheit miterleben können, beispielhaft genannt sei der Johannesplatz, die gesamten Straßensanierungen quer durch das Ortsgebiet, die „Rolling Hills“ entlang der Industriestraße oder auch im Herbst der Ersatz von 60 Stück alten Kastanien durch entsprechende Linden. Auch die Neuanlage des Franz Joseph-Parks als „Cottage-Garden“ zeigt, dass in Laxenburg die Natur immer im Vordergrund steht. 

Nicht umsonst ist Laxenburg eine „Natur im Garten“ – Gemeinde, mit dem „Goldenen Igel“ für biologisch saubere Bewirtschaftung ausgezeichnet. Natürlich sind uns die angeführten Sicherheitsaspekte wichtig, und die vielen – immer heftiger werdenden – Stürme während des Jahreszyklus – mit den damit verbundenen Schäden zeigen ja auch die Notwendigkeit von Baumpflege und den entsprechenden Maßnahmen. Es soll ja nicht so sein, dass „etwas passieren muss, bevor etwas passiert …“! 

In diesem Sinne möchte ich mich für die, in diesem Falle durch die Kurzfristigkeit der gesetzten Maßnahmen entstandenen, Unklarheiten entschuldigen, hoffe, dass durch diese Erläuterungen Ihr Verständnis gegeben ist und versichere Ihnen, dass am Ende dieser Arbeiten nicht nur die Sicherheit, sondern auch wieder das gepflegte Ortsbild, und damit eine gedeihende Fauna und Flora, gestaltet wird. 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bürgermeister Robert Dienst