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ARGE Flüchtlingshilfe, Informationen aus erster Hand

FLÜCHTLINGSHILFE LAXENBURG
 
Auch in unserer Gemeinde haben im Laufe der vergangenen Monate vom Krieg vertriebene Menschen aus dem Irak und Syrien ein neues, vorläufiges Zuhause gefunden. Bisher konnten 16 Personen, davon 8 Kinder, in privat zur Verfügung gestellten Wohnungen oder als Mitbewohner aufgenommen werden.
 
Vorgespräche mit der Gemeinde und der Pfarre, ein Informationsabend für die BürgerInnen mit Referentinnen von Diakonie und Caritas und die Einrichtung einer Koordinations- und Informationsdrehscheibe im Sozialreferat halfen ein Netzwerk von UnterstützerInnen, Zeit- und SachspenderInnen aufzubauen.
Nachdem die Wohnungen hergerichtet und 3 Familien und 4 alleinstehende junge Erwachsene eingezogen waren, gab es natürlich eine Menge zu tun:
Notwendige Administrationen zur Erlangung der Grundversorgung, Beschaffung finanzieller Überbrückungshilfen bis zur ersten Auszahlung, ebenso von Lebensmittelhilfen und fehlendem Gewand; ergänzend wurden Einkaufsfahrten zu SOMA und LEO nach Mödling unternommen.
Wichtig war die Einschulung der 4 Volksschul- und der 2 Jakob-Thoma-Schulkinder; ein Kleinkind schnupperte schon Kindergartenluft.
Organisiert wurden auch der Deutsch-Unterricht in der Schule, die HÜ-Betreuung der Schulkinder sowie regelmäßige Deutschkurse und Übungsstunden für die Erwachsenen. Auch der FC-Laxenburg lud zum Training ein, das Ende der Winterpause wird sehnlich erwartet. Ein junger Asylwerber hat auch i. R. der gesetzlichen Möglichkeiten bereits eine beschränkte Beschäftigung im Wirtschaftshof aufgenommen.
 
Zur Orientierung über das Leben in Österreich gab es einen syrischen Nachmittag, bei dem unsere Neuankömmlinge mit schon länger in Österreich lebenden Syrern ins Gespräch kamen. Schließlich weihnachtete es sehr - Christmas ist auch in den Herkunftsländern ein vertrautes Fest - so gab es am 23. Dez. eine nette Kinderbescherung mit gesammelten Spielsachen.
 
Ermöglicht wurden alle diese Aktivitäten durch Sammlungen in der Kirche, durch Spenden des Lions Club, des Kabarett Thomas Strobl, des Kulturvereins Altlaxenburg, aus dem Sozialfonds der Gemeinde sowie auch von Privatpersonen, - durch die Bereitstellung der Räumlichkeiten in der Pfarre für Deutschkurse und Austauschtreffen - und durch das große Engagement der vielen MithelferInnen. Bei der gemeinsamen Lösung der verschiedenen Aufgaben haben sich einige „AltlaxenburgerInnen“ neu kennengelernt, was ein erfreulicher Kollateraleffekt der Flüchtlingsaktivitäten ist. Und die Alt- und NeulaxenburgerInnen sind sich trotz so mancher sprachlicher Barrieren schon erstaunlich näher gekommen, jeder auf seine ganz persönliche Weise.  
 
Für die zukünftige Zusammenarbeit wurde in einer Besprechung mit Bürgermeister, Amtsleiterin, Sozialreferentin und dem BetreuerInnenteam am 11.12.15 zunächst die Gründung einer
„ARGE Flüchtlingshilfe Laxenburg“ vereinbart, damit Aufgabenverteilung und Transparenz des Spendeneinsatzes gewährleistet sowie Informationsfluss und Kooperation mit der Gemeinde geregelt sind:
Finanzen:
Die ARGE richtete an der Raika Laxenburg unter der Bezeichnung „Laxenburger Flüchtlingshilfe“ ein Spendenkonto ein und nominierte ein Spendenverwaltungsteam, bestehend aus 3 zeichnungs-berechtigten Personen. Entscheidungen zur Vergabe finanzieller Zuwendungen werden jeweils vom Spendenverwaltungsteam getroffen; Konto-Abhebungen müssen durch mindestens 2 zeichnungsberechtigte Personen erfolgen. Alle Ausgaben werden mit Kassabeleg (unterschrieben vom Spendenempfänger) bzw. Rechnungslegung bei Anschaffungen dokumentiert; Bei allen Zuwendungen soll versucht werden, möglichst alle Unterstützungsbedürftige in gerechter Weise zu behandeln. Vor Anschaffungen ist zu klären, ob der Bedarf auch aus vorhandenen oder zu suchenden Sachspenden gedeckt werden kann. Da die Leistungen der Grundversorgung von AsylwerberInnen knapp bemessen sind, werden auch zukünftig gelegentliche finanzielle Unterstützungen nötig sein. Spenden auf das Konto „Laxenburger Flüchtlingshilfe“ der Raiffeisen Regionalbank Mödling
IBAN: AT95 3225 0000 0022 8759, BIC RLNWATWWGTD, werden dankbar empfangen!  
 
Ausgaben, die im Bildungsbereich anfallen (Schule, Spracherwerb, Fahrtkosten, ev. kulturelle Aktivitäten) können im Sozialreferat eingebracht werden und unterliegen damit der jeweiligen Entscheidung durch die Gemeinde.
 
Dokumentation / Information / Kommunikation:
Besprechungen des BetreuerInnen-Teams werden in Form von Gedächtnisnotizen dokumentiert und über die Drehscheibe Sozialreferat - Mag. Svec, E. Krischke - gemeinde@laxenburg.at mit offenem Mail-Verteiler an die ganze Gruppe, also an alle als „Zeit-, Sach- u. WohnspenderInnen“ in der Gemeinde angemeldeten Personen geschickt.
Ebenso sollen an die ganze Gruppe Informationen über Termine, Terminänderungen, Absagen und Ersatz bei Ausfällen gesendet werden.
 
Über die Drehscheibe Sozialreferat können auch spezifische Hilfen (Begleitung bei Arzt- oder Amtsbesuch, Kinderbetreuung, Fahrtenhilfe, Sachspenden u. ä.) gesucht werden: Das Sozialreferat schickt die Anfrage an die Anbieter dieser spezifischen Hilfe. Sobald sich ein einsatzbereiter Anbieter findet, meldet er sich beim Suchenden und dem Sozialreferat, welches mit einer 2. Aussendung allen sonstigen Adressaten die Erledigung mitteilt.
 
Wer über die Aktivitäten der ARGE Flüchtlingshilfe Laxenburg regelmäßige Informationen wünscht oder sich noch in irgendeiner Weise einbringen möchte, ist herzlich willkommen und kann sich jederzeit gerne im Sozialreferat und mittels der dort aufliegenden Zeitspende-Formulare melden.
 
Dem Wunsch nach öffentlich zugänglichen Informationen über die Entwicklungen soll durch gelegentliche Berichte in der Gemeinde-Zeitung und hier auf der Homepage entsprochen werden.
 
Zusammenfassend kann nach 3 Monaten „Flüchtlingshilfe Laxenburg“ gesagt werden, dass Einiges geschafft wurde, aber sicher noch Vieles auf dem langen Weg zur Integration gemeinsam zu lernen sein wird. Wir hoffen, dass sich unsere Ankömmlinge ein wenig heimelig fühlen und insbesondere dass sich noch weitere Türen in unserem Ort öffnen! Der Bedarf an Quartieren ist riesig – wie täglich berichtet wird - und unsere Erfahrungen doch ermutigend.
 
Nicht zuletzt ganz herzlichen Dank allen SpenderInnen, UnterstützerInnen und sonstigen Mitwirkenden!!
 
I. N. des BetreuerInnen-Teams
Irmela Steinert