Zur Desktop-Version

Um Ihnen eine optimale Nutzererfahrung zu bieten, verwendet diese Website Cookies. Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. X
Zur Startseite von www.laxenburg.at
Menü ein- und ausblenden
Zur Startseite von www.laxenburg.at

Das Schicksal von Flüchtlingen geht uns alle an. Solidarität und Hilfe sind unser Gebot.

Wie viele Menschen sind derzeit auf der Flucht?

Laut UNHCR, dem Flüchtlingshochkommissariat der UNO, sind derzeit bis zu 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Das ist die höchste Zahl an Flüchtlingen, die es jemals gab. Die im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße meisten Flüchtlinge beherbergt der Libanon, die in absoluten Zahlen meisten Flüchtlinge beherbergen Pakistan, der Iran, der Libanon, Jordanien und die Türkei. Vier von fünf Flüchtlingen leben somit in den ärmsten Ländern Afrikas und Asiens. Besonders alarmierend: mehr als die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder.

Warum wird man zum Flüchtling?

Aus begründeter Furcht vor Verfolgung aufgrund der Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe, politischer Gesinnung im Heimatland. Trifft einer der genannten Gründe zu, kann um Asyl gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention angesucht werden. Bis zur Entscheidung über den Asylantrag erhalten Asylwerber eine sogenannte Grundversorgung.

Wie lange bleiben Flüchtlinge in der Regel?

AsylwerberInnen bleiben im Regelfall bis zur Entscheidung über ihren Asylantrag in den Quartieren. Wird der Antrag anerkannt, erhalten sie einen Konventionspass und können in der EU bleiben, wird er abgelehnt, müssen sie binnen zwei Wochen ausreisen.

Welche Leistungen erhalten Asylsuchende in Österreich?

AsylwerberInnen erhalten zur Bestreitung ihrer Existenz eine sogenannte Grundversorgung, wenn der Asylsuchende mittellos ist, somit weder Geld noch sonstiges Vermögen besitzt. Dieser Betrag ist abhängig von der Art der Unterbringung und in den Bundesländern unterschiedlich, jedoch als Minimalunterstützung zu sehen. So beträgt z.B. das monatliche „Taschengeld“ bei einem vollversorgten Asylwerber ganze 40.- Euro.

Asylwerber haben keinen Anspruch auf darüber hinausgehende Leistungen wie Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Sozialhilfe, Wohnbeihilfe oder auch Mindestsicherung, wie das oftmals angenommen wird. Es besteht lediglich eine Krankenversicherung. Auch am Arbeitsmarkt dürfen Asylwerber nur sehr eingeschränkt eingesetzt werden – für maximal ca. 20 Stunden im Monat und das für Hilfstätigkeiten, die im unmittelbaren Zusammenhang mit ihrer Unterbringung stehen oder für gemeinnützige Tätigkeiten für Bund, Länder und Gemeinden sowie im Rahmen von Kontingenten zur Saisonarbeit.

Wie viele Menschen sind bei uns in Österreich in Grundversorgung?

Österreich hat vor 60 Jahren die Genfer Flüchtlingskonvention unterzeichnet und sich zur Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen verpflichtet. Derzeit (Stand August 2015) sind zirka 50.000 AsylwerberInnen in Österreich in Grundversorgung. Diese werden innerhalb Österreichs nach einem dem Verhältnis der Bevölkerungszahlen entsprechenden Schlüssel auf die Bundesländer verteilt. Anmerkung: Während des Jugoslawien-Krieges (im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts) kamen ca. 110.000 Flüchtlinge nach Österreich – mehr als 60.000 dieser Flüchtlinge fanden bei uns eine neue Heimat.

„Wir alle waren zu einem bestimmten Zeitpunkt Flüchtlinge“,

sagte der EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker anlässlich seiner eindringlichen Ansprache vor dem Europäischen Parlament am 9. September 2015 angesichts der Flüchtlingskrise. Und erinnerte an die Ungarn, die 1956 den Sowjet-Panzern entkamen und  an die Tschechen und Slowaken, die nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 ins Exil gingen.

In Erinnerung sind sicherlich den Jüngeren unter uns noch die Polen-Krise von 1980 bis 1983  oder die Jugoslawien Kriege (oftmals auch Balkankonflikt genannt), eine Serie von Kriegen auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien gegen Ende des 20. Jahrhunderts, die mit dem Zerfall des Staates verbunden waren. Von all den Schicksalen, die sich vor und während des zweiten Weltkrieges ereignet haben, und wo mehrere Laxenburgerinnen und Laxenburger aus dieser Generation ihr persönliches Schicksal und Leid noch heute in leidvoller Erinnerung haben, ganz zu schweigen.

Laxenburg ist eine internationale Gemeinde

Wir können stolz auf die Entwicklung unserer Heimatgemeinde sein. Von einem nach dem zweiten Weltkrieg nahezu vollkommen in Schutt und Asche gelegten Ort haben wir einen zügigen Wiederaufbau geschafft und gelten heute als moderne, zukunftsorientierte Vorzeigegemeinde. Dass wir „große Tradition“ mit „bester Zukunft“ leben können, haben wir u.a. auch den Ansiedelungen mehrerer internationaler Organisationen zu verdanken. Mit insgesamt knapp 350 internationalen Arbeitsplätzen im Zentrum unseres Ortes aus mehr als 30 Ländern dieser Erde sowie der Tatsache, dass von unseren aktuell 3.358 Einwohnern immerhin 430 nichtösterreichische Staatsbürger sind, die aus 41 Ländern dieser Welt  kommen, sind wir augenscheinlich eine internationale, global denkende, Gemeinde! Zeigen wir Solidarität und Hilfe für die wirklich Verfolgten – mit großem Herz und vollem Engagement.

Aber es ist auch nachvollziehbar, dass all jenen, die in ihren Heimatländern nicht wirklich in Not sind, die nach Österreich, nach Europa, aus sozialen oder wirtschaftlichen Gründen kommen wollen, schon frühzeitig zu verstehen gegeben werden muss, dass unsere Sozialsysteme kein Fass ohne Boden sind, daher Asylverfahren rasch abgewickelt werden müssen und nicht anerkannte Flüchtlinge wieder in die jeweiligen Heimatländer zurück müssen. Dazu ist Österreich ebenso gefordert, die die Europäische Union und auch die UNO.  

Tags (Suchworte) für diese Information:
Flüchtling
Flüchtlinge
Syrien